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Felix Dahn
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Felix Dahn (Ludwig Sophus Felix Dahn; * 9. Februar 1834 in Hamburg; â 3. Januar 1912 in Breslau) war ein deutscher Rechtswissenschaftler, Schriftsteller und Historiker.
Contents
âą Leben
âą Rezeption
âą Poetische Werke
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Leben
Felix Dahn war der Sohn des Schauspielers und Theaterregisseurs Friedrich Dahn und dessen erster Ehefrau Constance geb. Le Gaye. Die Mutter war eine Schauspielerin mit französisch-hugenottischen Wurzeln. Die Ehe der Eltern verlief unglĂŒcklich und wurde 1850 geschieden, was den jungen Felix nach eigenem Bekunden schwer belastete.cite-ref-1[1] Sein jĂŒngerer Bruder Ludwig wurde ebenfalls Schauspieler, auĂerdem hatte er noch eine Schwester, Constanze, die sich spĂ€ter als Schriftstellerin betĂ€tigte.
Dahn besuchte das Wilhelmsgymnasium MĂŒnchen.cite-ref-2[2] Nach dem Abitur begann er an der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie zu studieren. VorĂŒbergehend wechselte er an die Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t Berlin und wurde, zurĂŒck in MĂŒnchen, mit 21 Jahren summa cum laude zum Dr. iur. promoviert.cite-ref-3[3] Das zweite juristische Staatsexamen bestand er 1856 in Bayern als Jahrgangsbester.
Dahn heiratete 24-jĂ€hrig in erster Ehe die Malerin Sophie Fries (1835â1898), mit der er einen Sohn bekam; allerdings entwickelte sich die Beziehung unglĂŒcklich. 1867 nahm Therese Freiin Droste zu HĂŒlshoff, eine Nichte zweiten Grades der Dichterin Annette von Droste-HĂŒlshoff, bei ihm in WĂŒrzburg Unterricht zur Verfeinerung ihrer Poesie. Nach anfĂ€nglicher gegenseitiger Abneigung entwickelte sich daraus eine stĂŒrmische Liebe zwischen der damals 22-jĂ€hrigen katholischen Baronesse und dem elf Jahre Ă€lteren Professor. Dies fĂŒhrte letztendlich zum Zerbrechen und der Scheidung seiner Ehe, nachdem die preuĂische Regierung dies ermöglicht hatte.cite-ref-4[4]
SchlieĂlich heirateten die beiden â gegen den heftigen Widerstand beider Familien â im Jahr 1873 in der Burgkirche im ostpreuĂischen Königsberg. Diese Liebesgeschichte verarbeitete Felix Dahn schriftstellerisch in seinem Werk Sind Götter? (1874). Das Paar bekam keine Kinder, fĂŒhrte aber eine Ehe, ĂŒber die Felix Dahn 1894 schrieb: âUnd ich hatte das ebenfalls unaussprechliche GlĂŒck, meine Therese gefunden und schlieĂlich erkĂ€mpft zu haben. Ich glaube nicht, dass es eine glĂŒcklichere Ehe geben kann, als die unsere seit nun zwanzig Jahrenâ. Therese fĂŒhrte, besonders in Breslau, eine Art literarischen Salon, in dem zahlreiche Gelehrte und kĂŒnstlerisch Interessierte ihrer Zeit verkehrten. Nach Mitteilung von Felix Dahn sind ihre CharakterzĂŒge in der Figur der Hukberta in seinem Roman Die schlimmen Nonnen von Poitiers angedeutet.
Weltanschauliche und politische Einstellungen
Felix Dahn wuchs als Sohn protestantischer Eltern in MĂŒnchen auf, wo er eine deutliche Aversion gegen den Katholizismus entwickelte. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der unglĂŒcklichen und schlieĂlich zerbrechenden Ehe seiner Eltern wandte er sich indes bereits als Kind immer mehr vom Christentum insgesamt ab und gewann eine zutiefst pessimistische Weltsicht. Das Leiden sowohl in der Natur als auch unter den Menschen, ja die âunverschuldeteâ Tragik ganzer Völker vermochte er nicht mit der Vorstellung von einem gerechten Gott in Einklang zu bringen.cite-ref-0-5-0[5] In seinem Schauspiel König Roderich (1875) vertrat er eine klare antiklerikale Haltung, und auch wenn er nicht in allen Einzelheiten zustimmte, so stand er im Kulturkampf doch im GroĂen und Ganzen auf der Seite Bismarcks.cite-ref-1-6-0[6] Sich selbst bezeichnete er als AnhĂ€nger des jĂŒdischen Philosophen Baruch Spinoza.cite-ref-1-6-1[6]
Politisch engagierte sich Dahn im Alldeutschen Verband. Dessen völkischem Gedankengut war er sehr zugeneigt (âDas Volk ist des Mannes höchstes Gutâ). Diese Einstellung verband sich bei ihm indes keineswegs mit grundsĂ€tzlichem Antisemitismus, im Gegenteil sprach er ĂŒber die Notwendigkeit, sich vom Antisemitismus zu âbekehrenâcite-ref-1-6-2[6]; Juden zĂ€hlten zu seinen besten Freunden.cite-ref-0-5-1[5] Insgesamt zeigte er â trotz teils auch kritischer ĂuĂerungen â eine unumwundene Bewunderung fĂŒr die Juden und deren FĂ€higkeit, ihre IdentitĂ€t zu bewahren, wĂ€hrend er andererseits gerade die gerĂŒhmten germanischen Tugenden kritisch bewertete (so schrieb er in seinem Werk Gelimer von maĂlosem germanischen Trotz und einem âdumme[n] Heldenthum der Ehreâ).cite-ref-1-6-3[6] Folgerichtig zeigte Dahn â gerade vor dem Hintergrund seiner völkischen Denkweise â auch fĂŒr den Zionismus starke Sympathiencite-ref-7[7] und Ă€uĂerte 1901 im Rahmen einer Rezension fĂŒr Das literarische Echo: âWĂ€re ich ein Jude, wĂŒrde ich ein begeisterter Zionist sein.âcite-ref-8[8] Indes glaubte Dahn nicht, dass sich ethnische Unterschiede durch Assimilation angleichen lassen, sondern sah das Ideal vielmehr in einer freundschaftlichen, aber gleichwohl getrennten Koexistenz der Völker. Konsequent setzte er sich zwar sehr fĂŒr die Ăberwindung der deutschen Kleinstaaterei ein, doch eine Ăberwindung völkischer Grenzen im Sinne einer Globalisierung blieb ihm fremd.cite-ref-1-6-4[6]
In seinen letzten Lebensjahren engagierte er sich fĂŒr den Bau des Völkerschlachtdenkmals bei Leipzig, dessen Einweihung (zum 100. Jahrestag) im Jahre 1913 er allerdings nicht mehr miterlebte.
Akademische Laufbahn und ForschungstÀtigkeit
Im Anschluss an sein Studium konzentrierte Dahn sich ganz auf das juristische Fachgebiet, nachdem ihm sein Lehrer Karl von Prantl von einer Promotion im philosophischen Fachgebiet abgeraten hatte. Schon 1857 habilitierte er sich in MĂŒnchen mit der Schrift: Studien zur Geschichte der germanischen Gottes-Urteile. Dieses Erstlingswerk wird heute noch gedruckt. AnschlieĂend ĂŒbernahm er dort eine Dozentur u. a. fĂŒr Deutsches Recht, Rechtsphilosophie, Handelsrecht und Staatsrecht. 1863 wurde er auĂerordentlicher und 1865 ordentlicher Professor an der Julius-Maximilians-UniversitĂ€t WĂŒrzburg. Hier beteiligte er sich aktiv an der Hochschulpolitik. So soll es einer flammenden Rede von Dahn vor dem UniversitĂ€tssenat zu verdanken gewesen sein, dass 1872 der auf der Kippe stehende Ankauf der italienischen Sammlung Feoli fĂŒr die Antikensammlung des Martin von Wagner Museums zustande kam.
Der Deutsch-Französische Krieg, an dem Dahn als Johanniter teilnahm, unterbrach seine akademische Karriere nur kurzzeitig. 1872 wechselte er auf einen Lehrstuhl der Albertus-UniversitĂ€t Königsberg. FĂŒr das akademische Jahr 1877/78 wĂ€hlte sie ihn zum Rektor.cite-ref-rr-9-0[9] 1888 ging er schlieĂlich an die Schlesische Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t Breslau. 1895/96 war er auch ihr Rektor.cite-ref-rr-9-1[9]
Seine UniversitĂ€tskarriere trieb Dahn nicht nur mit einer FĂŒlle von juristischen Fachpublikationen von Handels- bis hin zu Völkerrecht voran, sondern auch als Historiker mit Forschungen zur Geschichtswissenschaft und zahlreichen Veröffentlichungen ĂŒber die Geschichte der SpĂ€tantike und Völkerwanderungszeit. Sein wissenschaftliches Hauptwerk Die Könige der Germanen erschien in 11 BĂ€nden (1861â1909). Zudem gilt Dahn dank seiner Theodor Mommsen gewidmeten Monographie ĂŒber Prokopios von Caesarea (1865) als BegrĂŒnder der modernen Forschung ĂŒber diesen antiken Historiker. Dahns Werke ĂŒber die SpĂ€tantike und die Völkerwanderung sind heute bekannter als die seiner frĂŒheren Königsberger Kollegen Wilhelm Drumann und Friedrich Wilhelm Schubert und werden teils weiterhin aufgelegt. Daneben veröffentlichte Dahn auch eine kaum ĂŒberschaubare FĂŒlle juristischer Fachliteratur, die von handels- bis zu völkerrechtlichen Themen reicht.
Belletristische TĂ€tigkeit
Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit betĂ€tigte sich Dahn auch als Dichter und Romanautor, wobei ihm seine historischen Forschungsergebnisse vielfach als Grundlage dienten. Insofern hatte der weitaus gröĂte Teil seiner poetischen Werke die Lebenswelt und das Schicksal der germanischen Völker bis zur Völkerwanderungszeit zum Thema. In den 1860er Jahren wurde Dahn zum Hausautor der Gartenlaube, der damals mit weitem Abstand auflagenstĂ€rksten deutschsprachigen Zeitschrift. Hier veröffentlichte er ĂŒber viele Jahre hinweg zahlreiche Gedichte, die drei Gesamtausgaben (die letzte in 16 BĂ€nden mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren) erreichten.cite-ref-10[10] Er war Mitglied in dem auch politisch einflussreichen, unter der Ăgide Emanuel Geibels stehenden MĂŒnchner Dichterkreis sowie in dessen Berliner Pendant Tunnel ĂŒber der Spree.
Dahns PopularitĂ€t als Schriftsteller grĂŒndet vor allem auf einem historischen Roman, der â wegen seines Anspruchs, den geschichtswissenschaftlichen Forschungsstand literarisch zu verarbeiten â zunĂ€chst von Literaturkritikern als âProfessorenromanâ negativ abgestempelt wurdecite-ref-11[11], sich jedoch schnell und nachhaltig auĂerordentlicher Beliebtheit erfreute: Ein Kampf um Rom (1876). An diesem Werk arbeitete Dahn siebzehn Jahre lang und widmete es seinem (jĂŒdischstĂ€mmigen) Freund Ludwig FriedlĂ€nder. Dahn schildert darin den Existenzkampf des spĂ€tantiken Ostgotenreiches in Italien zwischen dem Tod Theoderichs des GroĂen (526) und der endgĂŒltigen Niederlage unter König Teja (552). Seinem Anspruch gemÀà orientierte sich Dahn einerseits am damaligen Forschungsstand ĂŒber die historischen VorgĂ€nge (zu dem er selbst wesentliche BeitrĂ€ge geleistet hatte), wob aber in die Handlung vielfĂ€ltige BezĂŒge zum politischen Tagesgeschehen seiner Zeit ein. Gerade dadurch wurde der Roman eines der einflussreichsten literarischen Werke des auf historische Sinnstiftung bedachten nationalliberalen GrĂŒnderzeitnationalismus. In dem Werk finden sich dezidiert sozialdarwinistische Momente im Verbund mit völkischen Elementen. Antisemitismus ist dem Roman indes fremd. Vielmehr stellt Dahn die Goten (die er mit den Deutschen gleichsetzt) als die BeschĂŒtzer der Juden vor den Römern dar, was diese wiederum mit anhĂ€nglicher Dankbarkeit und Treue zurĂŒckzahlen. In diesem Zusammenhang prĂ€gte Dahn die Wendung: âTreu und dankbar wie ein Judeâ.cite-ref-12[12] Auch findet sich unter den zahlreich eingestreuten Anspielungen auf die damalige Tagespolitik eine kaum verhohlene Warnung vor Antisemitismus, den Dahn als Undank gegenĂŒber den Juden darstellt (âMögest du nicht Undank ernten von den Goten fĂŒr deinen Dankâ. 5. Buch, 1. Abteilung, 22. Kapitel).
Der Roman inspirierte auch Nachwuchsautoren wie den evangelischen Theologen Artur Brausewetter, der, beeindruckt von Kampf um Rom, seine Novelle In der Heilanstalt an Dahn sandte. Dahn ermöglichte mit einem Empfehlungsschreiben fĂŒr die Novelle Brausewetters erste Veröffentlichung und legte damit den Grundstein fĂŒr dessen literarischen Werdegang.cite-ref-13[13]
Kampf um Rom blieb ĂŒber Jahrzehnte eine beliebte LektĂŒre und erreichte als erfolgreichster Longseller in der deutschen Literaturgeschichte eine Gesamtauflage von mehr als 1 Million Exemplaren.cite-ref-14[14] Er wurde 1968 (mit Orson Welles als Kaiser Justinian) aufwĂ€ndig verfilmt.
Seinem belletristischen Hauptwerk lieà Dahn zwischen 1882 und 1901 weitere historische Romane folgen, die er in 13 BÀnden als Kleine Romane aus der Völkerwanderung veröffentlichte. Teils war auch seine zweite Frau Therese daran beteiligt. Ferner gab Dahn Sammlungen von Sagen und mythologischen ErzÀhlungen aus der germanischen Lebenswelt heraus.
In den 1880er und 1890er Jahren schrieb Dahn eine umfangreiche Polemik in Vers und Prosa gegen die naturalistischen Schriftsteller, u. a. gegen Gerhart Hauptmann.
Zwischen 1890 und 1895 verfasste Dahn eine mehrbĂ€ndige, insgesamt etwa dreitausendseitige Autobiografie. Im Jahre 1909 schrieb er das fĂŒr eine breite Ăffentlichkeit gedachte Begleitheft zur 1900-Jahr-Feier der Schlacht im Teutoburger Wald.
Mit einem insgesamt ca. 30.000 Druckseiten umfassenden Ćuvre zĂ€hlt Felix Dahn zu den groĂen Vielschreibern.
Mitgliedschaften und Ehrungen
Von 1859 bis 1863 war er Mitglied der Zwanglosen Gesellschaft MĂŒnchen.cite-ref-15[15] Er wurde um 1890 Ehrenmitglied der Prager Burschenschaft Ghibellina.cite-ref-16[16]
Rezeption
Dahn genoss zu Lebzeiten hohes internationales Ansehen; unter anderem erntete er hervorragende Rezensionen seiner Werke in der English Historical Review (Oxford); eine mit dieser Zeitschrift vereinbarte Zusammenarbeit kam allerdings nicht zustande. SpĂ€ter wurde er aufgrund seiner völkischen Grundeinstellung teils als Wegbereiter des Nationalsozialismus neben Richard Wagner angesehen, doch diese pauschale Abqualifizierung wurde in neuerer Zeit als undifferenziert zurĂŒckgewiesen. Tatsache ist jedenfalls, dass unter denen, die Dahns Werke schĂ€tzten, auch fĂŒhrende Nationalsozialisten waren, so z. B. Heinrich Himmler.cite-ref-17[17] Der Jurist und Historiker Dietmar Willoweit kam 1994 zu dem Schluss: âEine grĂŒndlicher eindringende Analyse des PhĂ€nomens Felix Dahn war den Zeitgenossen noch nicht möglich und den Nachgeborenen offenbar so gleichgĂŒltig oder widerwĂ€rtig, daĂ sie bis heute noch fast ganz fehltâ â eine EinschĂ€tzung, die nach Meinung des Historikers Arno Mentzel-Reuters auch 2012 noch GĂŒltigkeit besaĂ.cite-ref-1-6-5[6]
In mehreren deutschen und österreichischen StĂ€dten sind StraĂen und PlĂ€tze nach Felix Dahn benannt, so in Hamburg (EimsbĂŒttel), Rathenow, Duisburg, Frankfurt am Main, Stuttgart (Degerloch), Landshut, Prien am Chiemsee, WĂŒrzburg, Dresden, NĂŒrnberg, MĂŒnchen (Bogenhausen), Wien (WĂ€hring und Döbling, seit 1912)cite-ref-18[18], Salzburg (Parsch), Villach (Lind)cite-ref-19[19] und Graz. In Graz (2017) und Hamburg (2022) gab es wegen Dahns völkischer Einstellung Ăberlegungen zu einer Umbenennung, doch wurde trotz gewisser Vorbehalte der jeweils eingesetzten Historikerkommissionen in beiden FĂ€llen darauf verzichtet.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]
Schriften (Auswahl)
Wissenschaftliche Werke
âą Studien zur Geschichte der germanischen Gottes-Urtheile, Christian Kaiser, MĂŒnchen 1857. (Digitalisat Google Books).
âą Die Könige der Germanen. Das Wesen des Ă€ltesten Königtums der germanischen StĂ€mme und seine Geschichte bis auf die Feudalzeit. [12 BĂ€nde und Registerband]. 1861â1911, SWB Online-Katalog 002647524.
âą Erste Abtheilung: Die Zeit vor der Wanderung. Die Vandalen. Fleischmann, MĂŒnchen 1861. (Digitalisat Google Books).
âą Zweite Abtheilung: Die kleineren gothischen Völker. Die Ostgothen. Fleischmann, MĂŒnchen 1861. (Digitalisat Google Books).
âą Dritte Abtheilung: Verfassung des ostgothischen Reiches in Italien. Stuber, WĂŒrzburg 1866. (Digitalisat Google Books).
âą Vierte Abtheilung: AnhĂ€nge zur dritten Abtheilung. Erster Anhang: Die Edikte der Könige Theoderich und Athalarich. Zweiter Anhang: Das gothische Recht im gothischen Reich. Stuber, WĂŒrzburg 1866. (Digitalisat Google Books).
âą FĂŒnfte Abtheilung: Die politische Geschichte der Westgothen. Stuber, WĂŒrzburg 1870. (Digitalisat Google Books).
âą Sechste Abtheilung: Die Verfassung der Westgothen. Das Reich der Sueben in Spanien. Stuber, WĂŒrzburg 1871. (Digitalisat Google Books).
âą Siebenter Band: Die Franken unter den Merowingen. Erste Abtheilung. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1894. (Digitalisat archive.org).
âą Achter Band: Die Franken unter den Karolingen. FĂŒnfte Abtheilung. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1899. (Digitalisat archive.org).
âą Neunter Band: Die Alamannen. Erste Abtheilung. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1902.
âą Neunter Band: Die Baiern. Zweite Abteilung. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1905. (Digitalisat archive.org).
âą Zehnter Band: Die ThĂŒringe. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1907.
âą Elfter Band: Die Burgunden. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1908.
⹠Zwölfter Band: Die Langobarden. Breitkopf & HÀrtel, Leipzig 1909.
âą Friedel Dahn (Bearb.): Gesamt-Register zu beiden Auflagen. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1911.
⹠Prokopius von CÀsarea. Ein Beitrag zur Historiographie der Völkerwanderung und des sinkenden Römertums. Mittler, Berlin 1865, SWB Online-Katalog 099922398.
âą Urgeschichte der germanischen und romanischen Völker. [4 BĂ€nde] (= Allgemeine Geschichte in Einzeldarstellungen. Geschichte des Mittelalters, 2). Grote, Berlin 1881â1889, SWB Online-Katalog 001675346.
âą Die Germanen. VolkstĂŒmliche Darstellungen aus Geschichte, Recht, Wirtschaft und Kultur. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1905, DNB 580830918. online.
Poetische Werke
âą Verstrickt und gelöst. Schauspiel in vier AufzĂŒgen. Berlin 1857
⹠Sind Götter? Die Halfred Sigskaldsaga. Ene nordische ErzÀhlung aus dem zehnten Jahrhundert. Cotta, Stuttgart 1874. (Digitalisat Google Books, 3. Aufl., Leipzig 1878).
âą König Roderich. Ein Trauerspiel in fĂŒnf AufzĂŒgen. Hartknoch, Leipzig 1875. (Digitalisat Bayerische Staatsbibliothek MĂŒnchen).
âą Ein Kampf um Rom. Historischer Roman. [4 BĂ€nde]. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1876, SWB Online-Katalog 061163538. (Band 1, 79. Aufl.: Digitalisat Google Books; Band 2: Digitalisat Google Books; Band 3, 79. Aufl.: Digitalisat Google Books; 4. Band, 3. Aufl.: Digitalisat Google Books).
âą Die Staatskunst der Frau'n. Ein Lustspiel in drei AufzĂŒgen. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1877. (Digitalisat Google Books).
âą Armin. Heroische Oper in fĂŒnf AufzĂŒgen. [Textbuch], Musik von Heinrich Hofmann. Erler, Berlin 1878. (Digitalisat Bayerische Staatsbibliothek).
âą Odhin's Trost. Ein nordischer Roman aus dem elften Jahrhundert. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1880. (Digitalisat archive.org der 4. Aufl.).
âą Der Schmidt von Gretna-Green. GroĂe romantische Oper in drei AufzĂŒgen. [Textbuch] (= Breitkopf & HĂ€rtels Textbibliothek, 200), Musik von Johannes Doebber. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1880, SWB Online-Katalog 356579476.
âą Der Kurier nach Paris. Lustspiel in fĂŒnf AufzĂŒgen. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1883, SWB Online-Katalog 009917020.
⹠Die Kreuzfahrer. ErzÀhlung aus dem dreizehnten Jahrhundert. [2 BÀnde]. Janke, Berlin 1884. (Digitalisat archive.org).
âą Bis zum Tode getreu. ErzĂ€hlung aus der Zeit Karls des GroĂen. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1887.
⹠Welt-Untergang. Geschichtliche ErzÀhlung aus dem Jahre 1000 nach Christus. Breitkopf & HÀrtel, Leipzig 1889, SWB Online-Katalog 108056929.
âą Kleine Romane aus der Völkerwanderung (13 BĂ€nde), Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1882â1901, SWB Online-Katalog 091089549.
⹠Bd. I: Felicitas. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 476 n. Chr.). 1882. online.
⹠Bd. II: Bissula. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 378 n. Chr.). 1884. online.
⹠Bd. III: Gelimer. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 534 n. Chr.). 1885. online.
⹠Bd. IV: Die schlimmen Nonnen von Poitiers. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 589 n. Chr.). 1885. online.
⹠Bd. V: Fredigundis. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (Ende VI. Jahrhundert). 1886. online.
⹠Bd. VI: Attila. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 453 n. Chr.). 1888. Neuausgabe 2019.
⹠Bd. VII: Die Bataver. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 69 n. Chr.). 1890. online.
âą Bd. VIII: Chlodovech. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 481â511). 1895. Neuausgabe 2011.
⹠Bd. IX: Vom Chiemgau. Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 596 n. Chr.). 1896. online.
⹠Bd. X: Ebroin. Historischer Roman aus der Völkerwanderung. 1897. online.
⹠Bd. XI: Am Hof Herrn Karls. Vier ErzÀhlungen. 1900. Neuausgabe online.
⹠Bd. XII: Stilicho. Historischer Roman aus der Völkerwanderung. 1900. Neuausgabe online.
⹠Bd. XIII: Der Vater und die Söhne. Historischer Roman aus der Völkerwanderung. 1901. online.
âą Julian der AbtrĂŒnnige. Geschichtlicher Roman. [3 BĂ€nde]. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1893â1894, SWB Online-Katalog 091080924 (Digitalisat der 4. Auflage 1894: Band 1, 86 MB, Band 2, 144 MB, Band 3, 169 MB).
âą Ratbold. Oper in einem Act. Reinhold Becker, Dresden 1896. (Musik: Reinhold Becker). Digitalisat
⹠Sigwalt und Sigrid. Eine nordische ErzÀhlung (frei erfunden). Breitkopf & HÀrtel, Leipzig um 1899. Neuausgabe online.
⹠Herzog Ernst von Schwaben. ErzÀhlung aus dem elften Jahrhundert. Breitkopf & HÀrtel, Leipzig 1902. Neuausgabe online.
âą FĂŒnfzig Jahre. Ein Festspiel in drei Bildern. Breitkopf & HĂ€rtel, Leipzig 1902. Digitalisat
Werkausgabe
⹠Gesammelte Werke. ErzÀhlende und poetische Schriften. [2 Serien von je 8 BÀnden]. 2. Aufl., Breitkopf & HÀrtel, Leipzig 1921, DNB 560413327.
Literatur
âą Festgabe fĂŒr Felix Dahn zu seinem fĂŒnfzigjĂ€hrigen DoktorjubilĂ€um. Neudruck der Ausgabe Breslau 1905; Scientia-Verlag, Aalen 1979, ISBN 3-511-00881-6.
âą Kurt Frech: Felix Dahn. Die Verbreitung völkischen Gedankenguts durch den historischen Roman. In: Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Handbuch zur âVölkischen Bewegungâ 1871â1918. Saur, MĂŒnchen/New Providence/London/Paris 1996, ISBN 3-598-11241-6, S. 685â698.
âą Rainer Kipper: Der völkische Mythos. âEin Kampf um Româ von Felix Dahn. In: Rainer Kipper: Der Germanenmythos im Deutschen Kaiserreich. Formen und Funktionen historischer Selbstthematisierung. (= Formen der Erinnerung. Band 11). Vandenhoeck u. Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-35570-X, S. 118â149.
âą Stefan Neuhaus: âDas Höchste ist das Volk, das Vaterland!â Felix Dahns âEin Kampf um Româ (1876). In: Stefan Neuhaus: Literatur und nationale Einheit in Deutschland. Francke, TĂŒbingen u. a. 2002, ISBN 3-7720-3330-X, S. 230â243.
⹠Hans Rudolf Wahl: Die Religion des deutschen Nationalismus. Eine mentalitÀtsgeschichtliche Studie zur Literatur des Kaiserreichs: Felix Dahn, Ernst von Wildenbruch, Walter Flex. (= Neue Bremer BeitrÀge. Band 12). Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1382-4.
âą Fritz Martini: Dahn, Felix. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 3. Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 482â484 (deutsche-biographie.de).
âą Annemarie Hruschka, Heiko Uecker: Dahn, Felix. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2. Auflage. Band 5: Chronos â Dona. De Gruyter, Berlin/Boston 1984, ISBN 3-11-009635-8, Sp. 179â185.
âą Dietmar Willoweit: Felix Dahn (1834-1912). In: Dietrich Rauschning, Donata von NerĂ©e (Hrsg.): Die Albertus-UniversitĂ€t zu Königsberg und ihre Professoren. Duncker & Humblot, Berlin 1994, S. 349â357.
âą Bernd Schildt: Dahn, Felix (1834â1912). In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. 2. Auflage. Band 1: Aachen â Geistliche Bank. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-503-07912-4, Sp. 917.
⹠Arno Mentzel-Reuters, Veronika Keller (Bearb.): Felix Dahn. Werkmanuskripte und Briefkorrespondenz. Ein Repertorium. (= BeitrÀge zum Buch- und Bibliothekswesen. Band 60). Harrassowitz, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-447-10382-4.
Weblinks
Commons
: Felix Dahn
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â Zitate
Wikisource: Felix Dahn
â Quellen und Volltexte
âą Literatur von und ĂŒber Felix Dahn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Werke von und ĂŒber Felix Dahn in der Deutschen Digitalen Bibliothek
âą Werke von Felix Dahn bei Zeno.org.
âą Werke von Felix Dahn im Projekt Gutenberg-DE
âą Felix Dahn im Literaturportal Bayern
⹠Felix Dahn im Lexikon WestfÀlischer Autorinnen und Autoren
âą Vertonungen Dahnscher Gedichte
⹠Kommentierte Linksammlung der UniversitÀtsbibliothek der FU Berlin (Memento vom 9. August 2013 im Internet Archive) (Ulrich Goerdten)
âą Dahn-Handschriften in deutschsprachigen Bibliotheken und Archiven. Abgerufen im 1. Januar 1.
âą Die Gedichte auf zgedichte.de
âą Die Vernunft im Recht â Internet Archive (u. a. PDF, 5,6 MiB)
âą Nachlass in der Bayerischen Staatsbibliothek
âą Sammlung Felix Dahn in der UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek MĂŒnster
âą Nachlass von Felix Dahn im Kulturportal bavarikon
Einzelnachweise
cite-note-11. â Sammlung Felix Dahn. Zur Person. UniversitĂ€t MĂŒnster, abgerufen am 14. November 2023.
cite-note-22. â Max Leitschuh: Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in MĂŒnchen, 4 Bde., MĂŒnchen 1970â1976, hier Bd. 4, S. 50.
cite-note-33. â Dissertation: Ăber die Wirkung der KlagverjĂ€hrung bei Obligationen.
cite-note-44. â Ernst Osterkamp: Felix Dahn oder Der Professor als Held. Hrsg. Heinrich Meier, Carl Friedrich von Siemens-Stiftung, MĂŒnchen.
cite-note-0-55. â Dieter Just: Zu den philosophen Elementen der Hitler-Barbarei. 19. Felix Dahn â der Erfinder des âĂbermenschenâ. Abgerufen am 14. November 2023.
cite-note-1-66. â Arno Mentzel-Reuters: Briefe aus Thule: Felix Dahn in Königsberg. In: Bernhart JĂ€hnig (Hrsg.): Literatur im PreuĂenland von der ausgehenden Ordenszeit bis ins 20. Jahrhundert (= Tagungsberichte der historischen Kommission fĂŒr ost- und westpreuĂische Landesforschung. Band 27). Band 27. fibre-Verlag, OsnabrĂŒck 2012, ISBN 978-3-938400-82-1, S. 217â250.
cite-note-77. â Emil Kronberger: Zionisten und Christen. M. W. Kaufmann, Leipzig 1900, S. 35.
cite-note-88. â Jacques Le Rider: Sionisme et antisĂ©mitisme: le piĂšge des mots ... In: Gilbert Krebs, Gerald Stieg (Hrsg.): Karl Kraus et son temps. 1989, S. 60 (französisch, google.de).
cite-note-rr-99. â Rektoratsreden (HKM).
cite-note-1010. â Ernst Osterkamp: Felix Dahn oder Der Professor als Held. Hrsg. Heinrich Meier, Carl Friedrich von Siemens-Stiftung, MĂŒnchen, S. 15.
cite-note-1111. â Otto Kraus: Der Professorenroman. Henninger, Heilbronn 1884 (Zeitfragen des christlichen Volkslebens, Bd. 9, H. 4; online)
cite-note-1212. â Frank Westenfelder: Entstehung, Entwicklung und Wirkung der nationalsozialistischen Ideologie zwischen 1890 und 1950 am Beispiel des "Massenmediums" historischer Roman. II.3. Dienst und Anpassung. 1989, abgerufen am 13. November 2023.
cite-note-1313. â Artur Brausewetter: Lebenserinnerungen. Abel, Greifswald 1944, S. 80 (staatsbibliothek-berlin.de): âSo sandte ich eine Arbeit ĂŒber âRousseaus Ethik und PĂ€dagogikâ, die ich fĂŒr das philosophische Staatsexamen angefertigt hatte und die dann in Beyschlags âBlauen BlĂ€tternâ veröffentlicht wurde, an den Dekan der juristischen FakultĂ€t in Breslau, Felix Dahn, den ich als den Verfasser vom âKampf um Româ verehrte. Dieser Sendung fĂŒgte ich eine in der Stille des Reichenberger Pfarrhauses vollende Novelle bei. [...]. Nach vier Wochen erhielt ich sie mit einem Briefe von Felix Dahn zurĂŒck. [...]. Felix Dahn schrieb: Er hĂ€tte beide Arbeiten gelesen. Die Doktorarbeit wĂ€re gut, und ich wĂŒrde sicher mit ihr promovieren. Die aber machte schlieĂlich jeder. Die Novelle aber schriebe nicht jeder. Die wĂ€re etwas Besonderes. Er fĂŒge mir ein Empfehlungsschreiben bei, das jeder Schriftleitung und jedem Verlage vorzulegen er mich ermĂ€chtigte. Damit war die Entscheidung gefallen. Der Weg gewiesen.â
cite-note-1414. â Ernst Osterkamp: Felix Dahn oder Der Professor als Held. Hrsg. Heinrich Meier, Carl Friedrich von Siemens-Stiftung, MĂŒnchen, S. 13.
cite-note-1515. â Gustav Rohmer: Die Zwanglose Gesellschaft in MĂŒnchen 1837â1937. Als Manuskript gedruckt, C.H. Beckâsche Buchdruckerei, Nördlingen 1937.
cite-note-1616. â Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band II: KĂŒnstler. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 121â124.
cite-note-1717. â Jan Friedmann: LektĂŒre der Top-Nazis: Echte Germanen. In: Der Spiegel. 3. September 2010, abgerufen am 2. Oktober 2024.
cite-note-1919. â Werner Koroschitz: Bericht zu den (nationalsozialistisch) belasteten StraĂennamen in Villach, Villach 2019, S. 23.
cite-note-2020. â Endbericht der ExpertInnenkommision fĂŒr StraĂennamen Graz. 24. November 2017, archiviert vom Original; abgerufen am 14. November 2023.
cite-note-2121. â Kai Wehl: NS-belastet: StraĂe in HummelsbĂŒttel betroffen. In: Alstertalplus. 10. MĂ€rz 2022, abgerufen am 3. August 2024.